Joint Venture

In den Neunzigern sprengte das Duo Joint Venture gemeinsam die Grenzen des LiedermacherInnen-Genres. Die Texte waren rauer, lebensfroher, vor allem aber auch lustiger, als man das von LiedermacherInnenn sonst gewohnt war. Es wurde lieber der Mittel-als der Zeigefinger erhoben und die Konzerte arteten regelmässig zu exzessiven Parties aus. So machten sich Joint Venture ganz schnell sehr viele FreundInnen bei allen LiebhaberInnen eines anarchistischen Humors und einer Sprache, die ausser beim Jointbauen selten ein Blatt vor den Mund nimmt. Die bürgerlichen Medien reagierten allerdings ebenso wie die meisten Vertreter der klassischen LiedermacherInnenszene eher entsetzt. Nach dem völlig überraschenden Tod von Kleinti Simon im Juni 2000 machte Götz Widmann ab 2001 solo weiter, produzierte ein Album nach dem anderen und erspielte sich in unzähligen Konzerten ein treues Publikum, das ihn als grossen Poeten feiert, auch wenn die meisten DeutschlehrerInnen dies nicht so sehen dürften.